Gründung

Die Freiwillige Feuerwehr "Landl" wurde am 23. Mai 1904 anlässlich der Gründungsversammlung mit 11 Mann gegründet und hatte ihren Sitz in Mooslandl.
Laut den Satzungen des Landesfeuerwehrgesetzes vom 23. Juni 1886, Landesgesetzblatt XXIX wurde der Löschbereich für die Ortschaften Mooslandl, Lainbach, Kirchenlandl und Großreifling zugeteilt. Diese Satzungen wurden bei der 1. Wehrversammlung am 6. März 1905 vom damaligen Bürgermeister, Michael Stoll vulgo Grabenbauer, Besitzer auf der Wieden in Mooslandl, sowie vom Schriftführer Josef Hauser, nähere Angaben fehlen, unterzeichnet.

Der 1. Kommandant war Sebastian Steindl, Besitzer des Gasthauses "Moos", das heutige "Mooswirt". Von ihm erhielt die Feuerwehr auch das kleine Grundstück (gegenüber des heutigen Kaufhaus Moser) für das Rüsthaus. Dieses Rüsthaus war eine Bretterhütte und die erste Ausrüstung war sehr spärlich. Sie bestand aus einigen Löscheimern, Leitern und Feuerhacken.
Die Gründungsmitglieder waren:

Sebastian Steindl, Hauptmann
Steiner Johann, Hauptmann-Stv
Sommerhuber Leanter, Zugsführer
Kössler Jakob, Hornist
Ebner Mathias sen.
Stoll Michl jun.
Reiter Josef
Ebner Franz
Maurer Georg
Steiner Gabriel
Hartl Carl

Im Inventarverzeichnis vom 31.12.1905 ist ersichtlich, dass eine vierrädrige Wagen-Landfahrspritze mit Saugwerk, gefertigt von der Firma Gugg in Braunau am Inn, angekauft wurde. Diese wurde am 31.12.1906 feierlich eingeweiht. Aus einem Protokoll vom 25. September 1909, erstellt vom Wehrhauptmann Johann Steiner, Forstadjunkt, weiters unterzeichnet vom Bürgermeister Michael Stoll und Kassier Josef Huber (wahrscheinlich der Besitzer vom Mooswirt) geht hervor, dass diese Spritze in zinsenlosen Raten bis 1917 abzuzahlen ist. Die damalige Währung waren Kronen und Heller.

Aus vorliegenden Schriftstücken der Firma Gugg ist ersichtlich, dass die Feuerwehr ihren Zahlungsverpflichtungen mangelhaft nachgekommen war.

Die Feuerwehr gehörte zum damaligen Feuerwehrbezirk Eisenerz. Die wenigen erhaltenen Fotos aus dieser Zeit zeigten daher immer Aufnahmen aus Eisenerz.
Besonders beliebt war Bezirkskommandant Josef Jaritz aus Eisenerz, welcher am Bergmannsplatz eine Eisenwarenhandlung besaß.

Zwischen 1907 und 1909 (erstmalige Erwähnung) wurden in Lainbach und Kirchenlandl Löschzüge eingerichtet. 1911 wurden die Feuerwehr Großreifling, 1912 die Feuerwehr Kirchenlandl und 1920 die Feuerwehr Lainbach eigenständige Wehren.

Nach Hauptmann Sebastian Steindl folgte 1906 Johann Steiner als Kommandant. Er wurde auch "Forstadjunkt" genannt und war Verwalter des Gutes "Radstatthof", welches zu dieser Zeit im Besitz des Großgrund- und Fabriksbesitzers (Papierfabrik in Weißenbach) Alexander von Peez. Dieser besaß auch die heutigen Landwirtschaften Pumperl, Riedlbauer und Ganser auf der Sulza.

Ab 1909 übernahm Michael Stoll, vulgo Grabenbauer das Kommando der Wehr. Da es keine genauen Aufzeichnungen gibt, ist nicht bekannt, wann die Wehrführung an Leander Sommerlechner überging. Er war Schuster und wohnte im Gebäude des Schmiedes Löb, später Rudolf Ließ.

1924 folgte Wagnermeister Heinrich Almansberger. Dieser hatte ein Anwesen hinter dem Radstatthof, welches heute im Besitz von Leopold Moser ist.
Almannsberger war ein jähzorniger Typ und nachdem er im Streit im Gastzimmer vom Mooswirt mit einem Revolver herumschoß, wurde er 1926 abgewählt.

Von 1926 bis 1938 folgte Josef Prieler, Besitzer des Hofes "Aichmayr". Mit ihm erfolgte wieder eine geordnete Protokollführung. Als Schriftführer wurden gerne Kaufleute genommen. Heinrich Unterbrunner hatte einen Laden im zusammen-gebauten Gebäude Brandl - Löb. Später ein Herr Ecker, welcher Vorgänger vom Kaufhaus Moser war.

1938 übernahm das Kommando Konrad Bachler, vulgo Saurüssler. Dieser musste aber bald zum 2. Weltkrieg einrücken und es übernahm Peter Bachler, vulgo Grabler auf der Sulza. Von ihm wurde erzählt, dass er die sonntäglichen Vormittags-Übungen bis in den späteren Nachmittag ausdehnte und militärischen Drill anwendete. Das war wohl auch der Grund, dass er 1945 nach Kriegsende wieder von Konrad Bachler abgelöst wurde. In dieser Zeit erfolgte keine Protokollschreibung.

Während des 2. Weltkrieges wurden auch Frauen in die Feuerwehr aufgenommen, um den Brandschutz bestmöglich zu gewährleisten. Ebenfalls wurden die Lederhelme gegen Stahlhelme (Luftschutzhelme) ersetzt. Der Messingbeschlag der Lederhelme wurde als Buntmetall abgeführt und für Rüstungszwecke verwendet.
Als 1945 die russische Besatzungsmacht in Mooslandl war (Mai bis Herbst), wurde das Rüsthaus ausgeräumt und diente den Russen als Sitzungssaal.
Nach dem 2. Weltkrieg bestand für die Bewohner großes Interesse für Neuerungen. Daher wurde viel altes Gerät weggeworfen.

1952 wurde Anton Stangl, Eisenbahner, zum Kommandanten gewählt. Er war Feuerwehrmann mit Leib und Seele. Unter seiner Führung wurde das 2. Rüsthaus umgebaut, die erste elektronische Sirene, 3 Einsatz-Fahrzeuge, 2 Tragkraftspritzen, eine Schmutzwasserpumpe, das Heuwehrgerät sowie viel Zubehör angeschafft. In den letzten Jahren seiner Tätigkeit widmete er sich stark dem Nachwuchs. Es gründete bereits 1970 die erste Jugendgruppe! Er verstarb am 22.04.1974 als aktiver Kommandant.

Am 25.05.1974 wurde Erich Stangl, Beamter bei der Bahnmeisterei Hieflau, zum neuen Kommandant gewählt. Er war vorher schon als Kassier tätig. In seine Amtszeit fiel der Rüsthaus-Neubau, der Ankauf des Tanklöschfahrzeuges, sowie vieler Erneuerungen der Gerätschaften nach neuestem technischen Stand. Weiters war er jahrelang in der Leistungsgruppe tätig und verhalf so manch jungem Kameraden zum begehrten Leistungsabzeichen. 1995 legte er seine Tätigkeit aus gesundheitlichen Gründen zurück.

Seit 04.02.1995 ist Günter Gruber vulgo Dörflmoar Kommandant unserer Wehr. Gleich nach Ablegung diverser Kurse in der Landesfeuerwehrschule und der erforderlichen Kommandanten-Prüfung errang er das Goldene Leistungs-abzeichen, auch die "Feuerwehrmatura" genannt. Unter seiner Führung wurde in den letzten Jahren das neue Kleinlöschfahrzeug, eine Tragkraftspritze Ziegler, ein großes Notstrom-Aggregat samt Beleuchtungseinheit, ein hydraulisches Rettungsgerät, umfangreiche Rettungs- und Sanitätsgeräte, sowie die komplette Neueinkleidung der Mannschaft mit Schutzbekleidung, Helme und Einsatzstiefel angeschafft.