Rüsthäuser
1. Rüsthaus:
1904-1905 Erbaut an der Kreuzung Bundesstraße - Landesstraße gegenüber Kaufhaus Moser. Bestand komplett aus Holz.
2. Rüsthaus:
1934-1936 Erbaut an der gleichen Stelle in Riegelbauweise. Hatte bereits 2 Tore.
1954 wurde umgebaut, die seitlichen Holzwände wurden durch Mauern ersetzt, der Holzboden herausgerissen und Beton eingebracht.
3. Rüsthaus:
Bauzeit 1984-1987
Auf Grund der Straßenerneuerung der Bundesstraße 25 war das Rüsthaus an der Kreuzung im Wege und sollte abgetragen werden. Eine Ablöse dafür wurde von der Straßenverwaltung in Aussicht gestellt.
Das kam der Feuerwehr sehr gelegen, da dieser Bau den Anforderungen nicht mehr entsprach. Große Schwierigkeiten entstanden bei der Suche nach einem Grundstück für den Neubau. Der Besitzer Josef Ebner hat ein Grundstück mit der Auflage angeboten, die Wehren Mooslandl und Lainbach müssten sich zusammenschließen. Dafür kam aber von Lainbach keine Zustimmung.
Nächster Lichtpunkt war der mögliche Ankauf vom Gasthaus Mooswirt an der Grenze zu Josef Ebner, doch auch diese kam nicht zustande. Als Ersatz boten sie das alte Wirtsgebäude zum Kauf und Umbau, dies wurde von der Wehr aber sofort abgelehnt. Als letzte Lösung wurde an die Gemeindevertretung das Ansuchen gestellt, an das Wohn-haus Nr. 35 im Gartenteil ein Rüsthaus zu errichten zu dürfen. Der Bürgermeister Galbicsek war nicht gerade begeistert, aber sofort verneint hat er auch nicht.
Doch am Florianisonntag, dem 6. Mai 1984, nach einer erregten Debatte nach dem Kirchgang, erklärte sich Johann Stangl vulgo Ennsleitner bereit, ein Grundstück zu verkaufen. Ein Stein fiel uns vom Herzen!
Man ging sofort an die Arbeit. Das Grundstück wurde vermessen und die Planung eingeleitet. HBI Stangl arbeitete im Büro der Bahnmeisterstelle Hieflau. Der Bahnmeister war Albert ERNEST. Dieser hatte wieder gute Beziehungen zum Baumeister SCHOISWOHL in Hinterstoder. Dieser wurde ersucht, die Planung durchzuführen. Die Fa. Schoiswohl hat schon das Rüsthaus in Großreifling gebaut. Zwei Pläne wurden erstellt, zur Ausführung kam der Plan, welcher nach den Vorstellungen und Skizzen der Wehrführung erstellt wurde. Die Planungsarbeiten wurden kostenlos durchgeführt.
Die ersten Schwierigkeiten gab es bei der ersten Baukommisionierung durch den Bausachverständigen Dipl. Ing. Heinz Schewig. Das Grundstück im Ausmaß von 515 m²; war für das geplante Gebäude zu klein. Mehr haben wir aber vom Besitzer Stangl nicht bekommen. Im Bescheid vom 5. Juli 1984 steht: Die FF Mooslandl wird eingeladen, entweder zusätzliche Grundflächen in einem Gesamtausmaß von mindestens 970 m²; zu erwerben, oder aber ihre Bauabsicht auf ein erdgeschoßiges Bauvorhaben zu reduzieren, dessen Dachboden auch nicht ausbaufähig sein darf. Diese Schwierigkeiten wurden umgangen. Scheinhalber wurde der Kauf auf 970 m² erweitert und bei der Baubewillligung vom 7. Dezember 1984 war der Rohbau bereits unter Dach!
Dank für die Genehmigung des 3. Rüsthauses gebührt:
Herrn Bürgermeister Samuel Galbicsek und Herrn Bürgermeister Franz Huber,
den Gemeinderäten für die Zustimmung zum Neubau und der finanziellen Unterstützung,
den Besitzern des "Ennsleitnerhofes" Johann und Waltraud Stangl für die käufliche Überlassung des Baugrundes,
Herrn Baumeister Wilhelm Schoiswohl für die kostenlose Planung,
dem Sägewerk Klausbauer und Fahrer HBI Stangl Karl für den kostenlosen Transport des Bauholzes,
der Bevölkerung von Mooslandl für die Geldspenden,
die Arbeitsleistungen,
besonders Herrn Konrad Bachler vulgo Grabler für die großzügigen Geldspenden und die Finanzierung des Hlg. Florians mit Gemeindewappen. Das Kunstwerk wurde von Max Tischhart aus Hieflau gefertigt und hat einen Wert von S 20.000,--.
Ganz besonderer Dank gilt aber den Feuerwehrkameraden, welche viele Stunden am Bau gearbeitet haben.
Dabei besonders erwähnenswert des Kameraden Anton Auer, Kassier der Freiw. Feuerwehr Großreifling, welcher sich 3 Wochen Urlaub nahm und mit viel Fleiß die Verputzarbeiten verrichtete. Dafür hat er eine Bezahlung abgelehnt.
Die Zimmermannsarbeiten oblagen unserem E-OBI Johann Ebner, die Maurerarbeiten OBI Herbert Stoll, die Tischlerarbeiten wurden durch die Tischlerei Franz Aster ausgeführt.
Viele Arbeiten für die Ausgestaltung des Rüsthauses, zB. Die Holzdecke im Saal durften in dieser Werkstätte für ein "Danke schön" gemacht werden und so blieb viel Geld erspart.





























